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Das Abyss Festival in Davos ist eine der ungewöhnlichsten Bühnen Europas. Auf 1.560 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet in die raue Landschaft Graubündens, schafft das Festival eine Verschmelzung von alpiner Erhabenheit und elektronischer Tiefe.
Die Bässe hallten von Bergflanken wider. Die kristallklare Gebirgsluft schärfte die Sinne. Die Dunkelheit der Bergfestnacht wurde durch Laserlichter durchschnitten, die den Schnee auf den umliegenden Gipfeln in ein Spektakel aus Farbe und Kontrast verwandelten.
Das Davos Congress Centre diente als Hauptspielstätte, ergänzt durch Outdoor-Stages auf dem Congressplatz — ein Ort, der tagsüber Gipfeltreffen der Welt beherbergt und nachts zur pulsierenden Tanzfläche wird.
"Techno im Hochgebirge ist keine Aberration — es ist die konsequenteste Form von Erhabenheit."
Konzertkritik, Clarus Archiv
18:00
Die ersten Besucher trafen bei Sonnenuntergang ein. Das Bergpanorama tauchte die Ankommenden in goldenes Licht, bevor die Nacht die Bühne übernahm.
20:30
Paula Temples industrielles Set setzte den Ton — roh, kompromisslos, präzise. Ihre Bässe drangen durch den Betonboden des Congress Centres in die Felsformation darunter.
23:00
TJ Hertz alias Objekt lieferte eines seiner dichtesten Live-Sets. Die Laserlicht-Choreografie war auf die umliegenden Bergflanken abgestimmt — ein visuelles Erlebnis von seltener Intensität.
01:30
Das atmosphärische Duo HVOB transformierte die Halle in einen Traumraum. Anna Müllers Stimme schwebte über Wallners Produktionen wie der Morgennebel über den Davosersee.
04:00
Mit dem Nachlassen der Musik trat die stille Weite des Hochgebirges in den Vordergrund. Besucher versammelten sich auf dem Congressplatz und lauschten dem Echo der Nacht.