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Das Concert Calle Vapor im Parc de la Grange ist ein Spiegel Genfs selbst: kosmopolitisch, mehrsprachig, lebendig. Die Musik der «Calle» — der lateinamerikanischen Strasse — trifft hier auf die kühle Eleganz des Alpenbogens. Ein kultureller Kurzschluss von seltener Energie.
Am Seeufer, wo der Mont-Blanc-Strahl des Lac Léman in den Abendhimmel schiesst, verwandeln sich die Rosen des Rosengartens zur Tanzfläche. Samba-Rhythmen dringen bis ans Ufer, Latin-Jazz erfüllt die Alleen, Cumbia und Bossa Nova mischen sich mit Genfer Lachsgeruch.
Calle Vapor ist kein Festival im herkömmlichen Sinne. Es ist eine kulturelle Begegnung — zwischen der Schweiz und Lateinamerika, zwischen Hochkultur und Volksmusik, zwischen Fremde und Zuhause.
"Calle Vapor ist der schönste Beweis, dass Genf keine Grenzen kennt — nicht geographisch, nicht musikalisch."
Konzertkritik, Clarus Archiv
17:00
Ein Samba-Batucada eröffnete das Konzert mit einem Umzug durch den Parc de la Grange. Die Trommeln hallten über den See bis ans andere Ufer nach Frankreich.
18:30
Das kolumbianische Duo Bomba Estéreo eröffnete den Hauptabend mit ihrem Mix aus traditioneller Cumbia und modernen Elektronik-Beats. Die Crowd tanzte vom ersten Takt an.
20:00
Die mexikanische Sängerin Lila Downs berührte mit ihrer eindringlichen Stimme und den Texten über Grenzen, Identität und Sehnsucht. Ihr Auftritt wurde zum emotionalen Zentrum des Abends.
22:00
Der kubanische Pianist Chucho Valdés schloss den Abend mit einem Trio-Konzert von höchster Raffinesse. Das Mondlicht auf dem Genfersee bildete den stillen Widerpart zu seinem feurigen Spiel.
23:30
Nach dem offiziellen Ende spielten Musiker spontan weiter. In kleinen Gruppen wurde getanzt, gesungen, erzählt — Calle Vapor als gelebter Kulturraum bis in den frühen Morgen.