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Die Picnic Blanket Concerts auf der Kleinen Schanze in Bern sind ein Experiment in der Demokratisierung klassischer Musik. Kein Konzerthaus, kein Dresscode, kein Vorhang — nur Gras, Himmel und die unverfälschte Kraft eines Streichquartetts.
Die Besucher kamen mit Decken und Körben, legten sich ins Gras und liessen Beethoven, Schubert und zeitgenössische Kompositionen in die Sommerluft strömen. Das Berner Münster ragte als stiller Zeuge in den Hintergrund.
Dieses Format entfernt die Schwelle zwischen Publikum und Kunst. Es lädt Menschen ein, die selten Konzerthäuser betreten, und gibt der klassischen Musik ihren ursprünglichen, gemeinschaftlichen Charakter zurück.
"Auf der Kleinen Schanze hat Klassik ihren Mantel der Exklusivität abgelegt — und gewann dabei an Würde."
Konzertkritik, Clarus Archiv
15:00
Familien, Studierende und Musikliebhaber breiteten ihre Decken auf der Kleinen Schanze aus. Die informelle Atmosphäre liess die Schwelle zwischen Kunst und Alltag verschwinden.
16:00
Clara Mosers Interpretation von Schuberts Wandererfantasie setzte den Ton. Die Stille des Parks wurde zur natürlichen Akustik eines offenen Konzertraums.
17:30
Das Ensemble Zeitklang präsentierte drei Uraufführungen Schweizer Komponistinnen und Komponisten. Die modernen Werke fanden in der Parkumgebung eine überraschend natürliche Resonanz.
19:00
Das Berner Streichquartett schloss den Tag mit Beethovens op. 18 Nr. 4. Der Abendhimmel über dem Münsterturm bildete den vollendeten Rahmen für dieses Klangerlebnis.
20:30
Auf Wunsch des Publikums gab das Quartett eine Zugabe. Besucher blieben lange nach dem Ende auf ihren Decken — im Gespräch, im Nachklang der Musik, im Berner Sommerabend.