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Das PALP Festival in Fully ist ein Fest des Kontrastes: Die raue Schönheit des Walliser Weinbaugebiets begegnet zarten, improvisatorischen Klängen. Inmitten jahrhundertealter Rebstöcke, mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Walliser Alpen, entfaltet sich ein Festival von seltener Intimität.
Die Bühnen sind in den Weinbergen selbst eingebettet. Das Publikum wandert zwischen den Auftritten, begleitet von den Düften des Terroirs und dem sanften Rauschen der Rhone in der Ferne. Jedes Set ist ein Dialog zwischen Musiker und Landschaft.
PALP steht für eine Musikphilosophie, die Grenzen zwischen Genres verwischt und die Natur als Mitspieler begreift. Hier haben Jazz, experimentelle Volksmusik und zeitgenössische Komposition gleichermassen Platz.
"Das PALP Festival erinnert uns daran, dass Musik am ehrlichsten klingt, wenn sie unter freiem Himmel atmet."
Festivalkritik, Clarus Archiv
11:00
Das Festival begann mit einer Acoustic-Session im obersten Weinberg. Die Stille des Wallistals umgab die ersten Töne wie ein Kokon aus Stille und Erwartung.
14:00
Romain Gueblys Projekt Rone verwandelte eine Freifläche zwischen den Reben in eine akustische Landschaft. Synthesizer und Perkussion webten sich in das Summen der Bienen ein.
17:30
Das belgische Kollektiv um Maarten Devoldere spielte ihr Set zur goldenen Stunde. Die untergehende Sonne warf lange Schatten durch die Rebzeilen und traf die Gesichter der Zuhörer.
20:00
Im Licht von Kerzen und Laternen spielte Nils Frahm ein improvisiertes Solo-Konzert. Seine Verbindung von elektronischen Flächen und klassischem Klavier war in dieser Umgebung von aussergewöhnlicher Wirkung.
22:30
Das Festival endete mit einer kollektiven Improvisation aller Künstler — ein seltenes Dokument musikalischer Spontaneität unter dem klaren Himmel des Rhônetals.